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willkommen

beim Zweckverband Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung

schon seit über 100 Jahren versorgt der Zweckverband Härtsfeld-Albuch mehere Gemeinden des Ostalbkreiseses sowie Teile des Landkreis Heidenheims.

Wasserinfo Neresheim

Untersuchungsergebnisse von Trinkwasserentnahmen 2018 im Wasserwerk Neresheim.

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Wasserinfo Itzelberg

Untersuchungsergebnisse von Trinkwasserentnahmen 2018 im Wasserwerk Itzelberg.

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Einrichtungen

Versorgungsschema mit Pumpwerk und Aufbereitungsanlage.

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Gebiete

Übersichtsplan der Versorgungsgebieten

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Hochbehälter (HB)

  1. HB+DEA Unterriffingen
  2. HB Nonnenbühl
  3. HB Hülen
  4. HB+PW Hohenberg
  5. HB Elchingen
  6. HB Greutbuck
  7. HB Weilermerkingen
  8. HB Dorfmerkingen
  9. HB Stetten
  10. HB Dossingen
  11. HB+DEA Ohmenheim
  12. HB+DEA Schweindorf
  13. HB Kloster
  1. HB Auernheim
  2. HB Höllbuck
  3. HB Großkuchen
  4. HB Frauenhau
  5. HB Zahnberg
  6. HB Herrenstein
  7. HB Itzelberg
  8. HB Hewartstein
  9. HB Waldsiedlung
  10. HB Zang
  11. HB Bartholomä
  12. HB+DEA Lauterburg
  13. HB Äußerer Kitzinghof

Wasserwerke (WW)

  1. WW Neresheim
  2. WW Itzelberg

Einrichtungen
Neresheim und Itzelberg

Versorgungsschema mit Pumpwerk und Aufbereitungsanlage

Das Rohwasser wird aus drei Tiefbrunnen (90, 45 und 40 m tief) gefördert. Tauchpumpen leiten das Wasser aus den Tiefbrunnen und pumpen das Rohwasser zur weiteren Aufbereitung in das Pumpwerk. Dort wird das Wasser in vier Filterkesseln gereinigt und anschließend in einer Turbulenzkammer mit einer Beimischung von 0,100 mg/l Ozon keimfrei gemacht. Das keimfreie Trinkwasser wird im Reinwasserbehälter, der 500 cbm faßt, zur Weiterförderung in die Hochbehälter bereitgehalten.

Mit sechs elektrisch angetriebenen und drei mit Wasserkraft angetriebenen Kreiselpumpen werden vom Pumpwerk Itzelberg 14 Hochbehälter mit 450 cbm versorgt. Dies geschieht rund um die Uhr. Die Förderhöhen betragen bis zu 210 m. Der höchste Versorgungspunkt ist Essingen-Lauterburg (710 m ü.N.N). Von den Hochbehältern wird das Wasser dann in die Ortsnetze abgegeben. Die tägliche Förderleistung im Pumpwerk Itzelberg beträgt im Durchschnitt 3.450 cbm, die höchste Tagesmenge in diesem Jahr erreichte 5.150 cbm.

Das Wasserwerk Neresheim

Im April 1977 wurde das neue Pumpwerk in Neresheim in Betrieb genommen. Der Betrieb wurde mit einem Kostenaufwand von rund 1,75 Millionen EUR im "Mutzentäle" gebaut. Das Pumpwerk bezieht das Trinkwasser aus den beiden Brunnen im "Pfaffentäle". Das Neresheimer Pumpwerk besitzt einen 500 cbm fassenden Reinwasserbehälter, von dort aus wird das Trinkwasser mit Kreiselpumpen in die beiden Neresheimer Hochbehälter am Auernheim und über die Hochbehälter Hohenberg gepumpt.

Die offizielle EInweihung fand am 7. Juni 1978 statt. Die kirchliche Weihe nahm Abt Norbert Stoffels vom Kloster Neresheim vor. 1984 wurde das neue Wasserwerk noch mit einer Filteranlage um 1,2 Mio. DM versehen.

In Neresheim wird das Rohwasser aus zwei Tiefbrunnen im Pfaffentäle mit Tiefen von 104m und 86 m mittels Tauchpumpen in einer Leitung DN 250 ins Wasserwerk gefördert. Das Wasser wird hier ozoniert und läuft dann über zwei Filterkessel mit Aktivkohle-Füllung in den Reinwasserbehälter. Vom Reinwasserbehälter aus fließt das gefilterte und entkeimte Wasser den sechs Hauptpumpen zu.

Die Förderleistung in Neresheim beträgt ca. 50 Liter pro Sekunde:
Zone 1
HB Elchingen - HB Hohenberg 25 l/s auf 165m

Zone 2
Neresheim 20 l/s auf 45m

Zone 3
Auernheim - Kleinkuchen 5 l/s auf 137m

Von Neresheim aus werden elf Hochbehälter mit ca. 2.200 cbm Nutzinhalt gefüllt. Die tägliche Förderleistung in Neresheim beträgt im Durchschnitt ca. 1.200 cbm. Die höchste Tagesförderung betrug bisher etwa 2.000 cbm.

Das Wasserwerk Itzelberg

Von rund 1,6 Millionen cbm Wasser, die jährlich gefördert werden, trägt das Itzelberger Pumpwerk mit 75 % der Fördermenge den Hauptteil. Das Itzelberger Pumpwerk wurde 1891 gebaut. Damals erfolgte der Antrieb der Turbinen durch Wasserkraft. Es wurden rd. 6000 Einwohner auf dem Härtsfeld und Albuch mit Wasser aus den Itzelberger Tiefbrunnen versorgt, heute sind es über 25.000 Einwohner.

Im Jahr 1911 mußte die Förderleistung durch eine Dampfmaschine verstärkt werden. Diese wurde im Jahr 1928 wieder außer Dienst genommen, weil die Umstellung auf Elektrizität erfolgte. In den Jahren 1960 bis 1963 wurde das Pumpwerk grundlegend modernisiert und erhielt als wichtigste Ergänzung eine Wasserfilteranlage. Gleichzeitig wurde auch die Speicheranlage vergrößert. Gegenwärtig sind in Itzelberg drei Tiefbrunnen mit einer Förderleistung von 180 l/sec. in Betrieb.

Im Jahr 1990 wurde das Pumpwerk technisch verbessert. Im Vordergrund stand der Ausbau der 30 Jahre alten Kolbenpumpen und die Neuausstattung mit modernen Kreiselpumpen. Die Steuereinrichtung wurde dem neuesten Stand der Technik angepaßt.

Vom Itzelberge Pumpwerk werden folgende Verbandsgemeinden versorgt: Königsbronn mit seinen Ortsteilen Itzelberg, Ochsenberg und Zang, Bartholomä, Steinheim-Irmannsweiler, Essingen-Lauterburg, Aalen-Waldhausen, -Ebnat, -Simmisweiler und -Brastelburg, Heidenheim-Großkuchen, -Rotensohl, -Nietheim und -Niesitz, Nattheim-Steinweiler, Bopfingen-Unter- und Oberriffingen, Michelfeld und teilweise Neresheim-Elchingen.

Die Organe des Verbandes

sind die Verbandsversammlung, der Verwaltungsrat und der Verbandsvorsitzende. Die Verbandsversammlung besteht aus je einem Vertreter eines jeden Verbandsmitglieds. Darüber hinaus haben Verbandsmitglieder mit mehr als 1.000 versorgten Einwohnern je weitere angefangene 1,000 versorgte Einwohner einen weiteren Vertreter.

Verbandsvorsitzender

Bürgermeister
Michael Stütz
Rathaus Königsbronn

Stellvertreter

Bürgermeister
Thomas Kuhn
Rathaus Bartholomä

Der Verwaltungsrat besteht aus folgenden Mitgliedern

Verbandsvorsitzender
Michael Stütz
Königsbronn

Bürgermeister
Thomas Kuhn
Bartholomä

Bürgermeister
Thomas Häfele
Neresheim

Ortsvorsteher
Josef Weber
Heidenheim-Großkuchen

Ortsvorsteher
Manfred Traub
Aalen-Ebnat

Technisches Personal

Torsten Fröhle
Technischer Betriebleiter Wasserwerk Itzelberg

Benjamin Horn
Wasserwerk Neresheim

Josip Rom
Wasserwerk Itzelberg

Verwaltung

Helmut Baumann
Geschäftsstelle

Hermann Sorg
Verbandsrechner

Die Mitglieder des Zweckverbandes sind

Die Gemeinden des Ostalbkreises

  1. Aalen für das Gebiet der Stadtbezirke Ebnat und Waldhausen
  2. Bartholomä
  3. Bopfingen für das Gebiet der Ortschaft Unterriffingen und für den Wohnplatz Michelfeld
  4. Essingen für das Gebiet des Gemeindebezirks Lauterburg und den Wohnplatz Birkenteich
  5. Lauchheim für das Gebiet der Ortschaft Hülen
  6. Neresheim für das Gebiet der Stadtbezirke Neresheim und Stetten sowie der Ortschaften Dorfmerkingen, Elchingen, Ohmenheim, Schweindorf und Dehlingen

Die Gemeinden des Landkreises Heidenheim

  1. Die Stadtwerke Heidenheim AG für das Gebiet des Stadtteils Heidenheim- Großkuchen
  2. Königsbronn
  3. Nattheim für das Gebiet der Ortschaft Auernheim
  4. Steinheim für den Wohnplatz Irmannsweiler

Untersuchungsergebnisse
von Trinkwasserentnahmen 2018

Das Wasserwerk Neresheim

Parameter Ergebnis Grenzwerte Einheit
Ph - Wert 7,23 6,5 - 9,5 -
Gesamthärte 19 ( 3) - °dH
Calcium 118 - mg/l
Magnesium 11 - mg/l
Carbonathärte 16,4 - °dH
Natrium 4,9 200 mg/l
Kalium 1 - mg/l
Chlorid 18,6 250 mg/l
Sulfat 12,9 250 mg/l
Leitfähigkeit 660 2500 µS/cm
Säurekapazität ph 4,3 5,87 (bei 20,5 ° C) - mmol/l
Blei Pb < 0,0005 0,01 mg/l
Mangan Mn < 0,0025 0,05 mg/l
Eisen Fe < 0,01 0,2 mg/l
Nickel Ni < 0,001 0,02 mg/l
Kupfer Cu < 0,001 2 mg/l
Quecksilber Hg < 0,00005 0,001 mg/l
Uran U < 0,0005 0,01 µg/l
Trihalogenmethane Summe nach TrinkwV n.n. 50 µg/l
Nitrit < 0,01 0,1/0,05 mg/l
Nitrat 30,8 50 mg/l
Atrazin < 0,00002 0,0001 mg/l
TOC (ges. org. Kohlenstoff) 0,3 - mg/l

Das Wasserwerk Itzelberg

Parameter Ergebnis Grenzwerte Einheit
Ph - Wert 7,34 6,5 - 9,5 -
Gesamthärte 15,0 (3) - °dH
Calcium 94,5 - mg/l
Magnesium 7,6 - mg/l
Carbonathärte 13,6 - °dH
Natrium 3,2 200 mg/l
Kalium 0,8 - mg/l
Chlorid 13,3 250 mg/l
Sulfat 9,2 250 mg/l
Leitfähigkeit 513 2500 µS/cm
Säurekapazität ph 4,3 4,85 (bei 20,9 °C) - mmol/l
Blei Pb < 0,0005 0,01 mg/l
Mangan Mn < 0,0025 0,05 mg/l
Eisen Fe < 0,02 0,2 mg/l
Nickel Ni < 0,001 0,02 mg/l
Kupfer Cu < 0,002 2 mg/l
Quecksilber Hg < 0,00005 0,001 mg/l
Uran U < 0,0005 0,01 µg/l
Trihalogenmethane Summe nach TrinkwV n.n. 50 µg/l
Nitrit < 0,01 0,1/0,05 mg/l
Nitrat 12,7 50 mg/l
Atrazin < 0,00002 0,0001 mg/l
TOC (ges. org. Kohlenstoff) 0,2 - mg/l

Service

Merkblatt zur Herstellung von Anschlussleitungen an die zentrale Wasserversorgung

  1. Jeder Anschluss an die zentrale Wasserversorgung ist genehmigungspflichtig und ist auf dem hierfür vorgesehenen Vordruck unter Beilage eines Lageplanes zu beantragen.
  2. Mit der Ausführung des Wasserleitungsanschlusses sind nur Handwerker oder Unternehmer zu beauftragen, welche mit diesen Arbeiten vertraut sind.
  3. Vor der Inangriffnahme der Arbeiten ist der Streckenmeister oder dessen Stellvertreter rechtzeitig zu benachrichtigen. Abstellungen an Hauptleitungen zum Zwecke des Anschlusses dürfen nur in dessen Beisein erfolgen.
  4. Der Anschluss von Hauswasserleitungen hat an der Anschlusstrommel des nächstgelegenen Schachtes zu erfolgen. Ausnahmen hiervon können nur in ganz besonderen Fällen gemacht werden. Eine Entscheidung hierüber behält sich die Gruppe vor.
  5. Für die in der Erde verlegten Leitungen dürfen nur Gußrohre oder Kunstoffleitungen verwendet werden. Letztere müssen für einen Betriebsdruck von 10 atü (ND 10) bemessen sein. Bei Verwendung von Kunstoffrohren ist ein Ortungsband mit einzulegen (Metalltrassenband).
  1. Der Rohrgraben soll an allen Stellen mindestens 1,50 m Tiefe haben.
  2. Die fertiggestellte Anschlussleitung ist vor dem Einfüllen des Rohrgrabens im Beisein des Streckenmeisters oder dessen Stellvertreter auf einen inneren Wasserdruck von 15 Atmosphären zu prüfen. Die Meldung über die Fertigstellung einer Anschlussleitung zur Vornahme der Druckprobe hat durch den Antragsteller oder durch den ausführenden Handwerker zu erfolgen.
  3. Nichtbeachtung der im Merkblatt angeführten Vorschriften kann die Sperrung des Anschlusses zur Folge haben.
  4. Hauswasseranschlüsse sind Eigentum des Hausbesitzers ab Hydrantenschacht einschließlich Trommelhahn und Anschlusstrommelgarnitur. Erstellen und Unterhaltung ist Sache des Hausbesitzers.

Chronik des Zweckverbandes

Die Verbandsgründung

Am 2. April 1890 fand im Rathaus in Königsbronn die "Konstituierungs-Verhandlung" über die Gründung der Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung statt. Anwesend waren die Vertreter der Königlich-Württembergischen Regierung mit Regierungsdirektor von Rüdiger, Baurat Euting, Baurat Ehmann als Staatstechniker für das öffentliche Wasserversorgungswesen, die Oberamtmänner von Gmünd, Aalen, Neresheim und Heidenheim, der ritterliche Abgeordnete von Woellwarth und die Landtagsabgeordneten Bantleon von Heidenheim, Klaus von Gmünd und Vogler von Neresheim, sowie die Gründungsgemeinden vertreten durch ihre Schultheißen, Anwälte, Gemeinderäte, Ratschreiber oder Bürgerausschussmitglieder.

Insgesamt nahmen an der Gründungsversammlung 56 Personen teil. Die Verhandlung fand unter dem Vorsitz des Regierungsdirektors von Rüdiger vom Königlichen Ministerium des Innern statt. Die Protokollniederschrift über die Verhandlung umfasste 16 Punkte, die auch heute noch die Grundlage für den Wasserversorgungsverband sind.
Zusammengefasst beinhalten die sechzehn Punkte der Konstituierungs -Niederschrift folgendes:

  1. Dem Unternehmen wird der Plan zugrundegelegt, der vom Königlichen Bauamt für öffentliche Wasserversorgungswesen ausgearbeitet worden ist.
  2. Die anfallenden Kosten werden von sämtlichen an der Härtsfeld- Albuch- Wasserversorgung beteiligten Gemeinden im Verhältnis der angeführten Bevölkerungszahlen aufgebracht. Allerdings gilt die Einschränkung, dass bei den Gemeinden Königsbronn und Itzelberg nur 55 % der Gesamtbevölkerung die mit Wasser zu versorgen sind, in Rechnung gestellt werden dürfen.
  3. Servituten für die Wasserversorgungseinrichtungen in allen Gemeinden werden zugunsten der Pumpstation bestellt.
  4. Für die notwendigen Grunderwerbe haben die Verbandsgemeinden zu sorgen. Gemeindeeigentum ist unentgeltlich abzutreten.
  5. Die Unterhaltungs- und Betriebskosten werden im 10- Jahres- Rhythmus auf die Verbandsgemeinden verteilt.
  1. Es wird ein Neubau Fonds gegründet.
  2. Die Verbandsumlage kann bei den Gemeinden nach Bedarf abgerufen werden.
  3. Die Pläne und Bauleistungen müssen vom Verbandsausschuss genehmigt werden.
  4. Es wird ein Verwaltungsausschuss bestellt. Dieser nimmt die Verwaltungsaufgaben des Verbands wahr und wählt aus seiner Mitte den Verbandsvorsteher auf die Dauer von je 6 Jahren.
  5. Die Aufsicht über den Zweckverband wird dem Oberamt Heidenheim übertragen.
  6. Das Wasserversorgungswerk wird jährlich zweimal durch den Staatstechniker für das öffentliche Wasserversorgungswesen geprüft.
  7. Hauswasserleitungen dürfen nur mit Genehmigung der Gruppe errichtet werden.
  8. Der Zutritt der Staatsdomäne Kapfenburg mit Schloss bleibt der Genehmigung der Königlichen Staatsregierung vorbehalten.
  9. Der Stadt Neresheim, der Gemeinde Auernheim und den Teilgemeinden Dossingen, Hohenlohe und Oberriffingen wird der Beitritt unter den obigen Bedingungen für die Dauer von drei Jahren, vom heutigen Tag an gerechnet offen gehalten.
  10. Gegenwärtiges Protokoll wird der Königlichen Regierung des Jagstkreises zur Genehmigung vorgelegt.
  11. (Im genauen Wortlaut) "Die beteiligten Gruppengemeinden bitten, dass die hohe Staatsregierung an seine Majestät den König die Gewährung von möglichst hohen Staatsbeiträgen herantragen möge. Worauf der Vertreter der Königlichen Regierung, Herr Regierungsdirektor von Rüdinger, erklärt, sicher zusagen zu können, dass 30% Staatsbeiträge gewährt werden. Sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Nach Abschluss der Verhandlungen gedachte der Vorsitzende der Landesväterlichen Fürsorge seiner Majestät des Königs, in dem er auf seine Majestät ein dreifaches "Hoch" beantragte, in welches die Versammlung begeistert einstimmte."

Die Inbetriebnahme

Das Tempo, mit welchem nach der Gründung des Zweckverbands die Verbandsanlagen gebaut wurden, ist bewundernswert. Bereits am 11.11.1891, also 18 Monate nach der Gründungsversammlung, wurden die Einrichtungen in Betrieb genommen. Baurat Ehmann, nach dessen Plänen die Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung gebaut wurde, muss ein geradezu genialer Ingenieur gewesen sein, sonst hätte mit den damaligen technischen Möglichkeiten das Werk nicht in so kurzer Zeit vollendet werden können.

Die Gesamtkosten betrugen 1.114.600 Mark und wurden im Verhältnis der Einwohnerzahlen auf die Gründungsmitglieder verteilt. Das Wasser wurde dem Itzelberger See entnommen und über einen Sandkasten gereinigt. Es wurden Druckleitungen auf das Härtsfeld und den Albuch verlegt sowie ein Maschinenhaus in Itzelberg und Zuleitungen und Verteilungsleitungen zu den einzelnen Gemeinden mit 16 Wasserreservoirs erstellt. In der ersten Baustufe wurde ein Rohrnetz von 120 Kilometern verlegt.

Die Inbetriebnahme der Wasserversorgung ist im Amts- und Intelligenzblatt für den Oberamtsbezirk Heidenheim "Der Grenzbote" vom 16.11.1891 sehr plastisch beschrieben, ebenso die ein halbes Jahr spätere stattgefundene formelle Einweihung durch den Württembergischen König.

Die Einweihung im Jahr 1892

Über die Einweihung berichtete die "Härtsfeldrundschau" folgendes: "Am 1. Juli 1892 fand die feierliche Einweihung durch seine Majestät dem König statt. Zuerst war Besichtigung der Pumpstation in Itzelberg und nach einem Besuch des Hüttenwerkes Königsbronn wurde die weite Reise über das Härtsfeld angetreten.

Nach Passierung der Orte Rothensohl, Großkuchen und Ebnat war der Ziel- und Haltepunkt das Hochreservoir des Härtsfeldes. Von den zwei mächtigen Wasserkammern war eine leer gelassen und als seine Majestät empfangen von den hier aufgestellten Vertretern der Gemeinde Waldhausen in das Wasserhäuschen eintrat, ertönt mit wundersam ergreifender Wirkung aus der Tiefe der Wasserstube ein Lied des Ebnater Kirchenchors. Seine Majestät stiegen selbst in die Wasserkammern hinab und drückten den Sängern und Sängerinnen seinen huldreichen Dank aus und ließen sich ein Glas des köstlichen Itzelberger Wassers aus dem Hauptreservoir auf der höchsten Höhe des Härtsfeldes reichen.

Man hatte mehrfach Gelegenheit zu hören, wie seine Majestät offen die Freude über diese Besichtigung und über den weit in die Runde reichenden Ausblick über die grünenden Weiden, die waldigen Höhen und die bunt eingestreuten Ortschaften mit weitragenden Türmen Ausdruck verliehen. In der Tat, mag auch das Härtsfeld abgeschieden und mag es winters noch so unwirtlich sein, heute gab es in vollleuchtendem Sonnenschein in dem auf Feld und Flur liegenden warmen Duft des Sommers für den Beschauer ein unvergesslich schönes Bild. Es war, als ob die Natur selbst mit den Bewohnern des Härtsfeldes in der lieblichsten Ausschmückung der von seiner Majestät bereisten Landesteile hätte wetteifern wollen. In Elchingen fand kurzer Aufenthalt und Pferdewechsel statt und nach kurzer Begrüßung in Stetten längere Rast in Neresheim. Dort hatte die Stadt seiner Majestät einen Imbiss angeboten, der allergnädigst angenommen wurde.

Die Kapelle des Pionierbataillons konzertierte. Über Steinweiler und Nattheim ging diese Reise wieder zurück nach Heidenheim. Der Gesamteindruck der Reise durch das Härtsfeld war für jedermann der, dass seine Bewohner trotz des dringenden Heuerntegeschäftes den Bewohnern des Brenztales in dem einmütigen Bestreben nach allen Kräften seine Majestät aufs Glänzenste zu empfangen und aufs Höchste zu ehren, in nichts nachgestanden waren. In jeder Gemeinde derselbe jubelnde Empfang, überall alte Häuser in schönem Schmuck, überall die Straßen mit Bäumen, Fahnen und prächtigen Triumphbogen zu wahren Triumphstraßen verwandelt und verschönt durch da und dort provisorisch mit prächtigem Strahl aufschießende Springbrunnen und die in hellglänzendem hohen Wasserstrahlen springenden Hydranten, überall patriotische Ansprachen durch die Ortsgeistlichen, überall eine offensichtliche ungekünstelte, aus vollem Herzen hellauflodernde Freude der Bevölkerung.

Andererseits machte aber auch in ergreifender Weise die nicht müde werdende, um jedes Einzelne sich kümmernde höchste Leutseligkeit und Güte seiner Majestät auf jedermann einen unauslöschlichen tiefen Eindruck. Die Freude des Härtsfeldes über die jetzige Eisenbahn ist nicht geringer als jene über den Besitz der Wasserleitung, ganz abgesehen davon, dass die Kosten, welche die Bevölkerung hierfür zu tragen hat, viel geringer sind."

Der Zweckverband im Jahr 1990

Bei der Gründung vor hundert Jahre erstreckte sich das Verbandsgebiet noch auf die Oberämter Heidenheim, Neresheim, Aalen und Gmünd. Heute ist dies der Landkreis Heidenheim und der Ostalbkreis.

Landschaftlich ist der Versorgungsbereich in drei Teile gegliedert. Die Albhochfläche um Bartholomä, das obere Brenztal um Königsbronn und das Härtsfeld um Ebnat, Großkuchen und Neresheim. Die größte Ost-West-Ausdehnung zwischen dem äußeren Kitzinghof bei Bartholomä und dem Ort Schweindorf bei Neresheim beträgt in der Luftlinie 36 Kilometer. Die größte Nord- Süd- Entfernung zwischen der Kapfenburg bei Hülen und der Gemeinde Auernheim beträgt 16 Kilometer.

Die insgesamt 25.000 Einwohner werden in vier Bereiche versorgt: Bereich Hohenberg und vorderes Härtsfeld 11.500 Einwohner, Bereich Neresheim und hinteres Härtsfeld 2.500 Einwohner, Bereich Königsbronn 6.500 Einwohner und Albuch und Zang 4.500 Einwohner (insgesamt 25.000 Einwohner). Der technische Ablauf der Wasserförderung und Verteilung im Pumpwerk Itzelberg ist wie folgt: Aus drei Tiefbrunnen zwischen Königsbronn und Itzelberg mit Tiefen von 90 Metern, 45 Metern und 40 Metern wird das Rohwasser mit Tauchpumpen gehoben und in einer Leitung mit 300 Millimeter Durchmesser ins Wasserwerk Itzelberg transportiert.

Dort durchläuft es vier Filterkessel, wird gereinigt und anschließend in der Turbulenzkammer behandelt. Dadurch bleibt das Trinkwasser auch auf dem Weg zum Verbraucher keimfrei. Das keimfreie Wasser läuft in den Reinwasserbehälter. Dieser hat einen Inhalt von 500 cbm. Zur Weiterbeförderung in die erdüberdeckten Hochbehälter des Verteilungsgebietes stehen sechs elektrisch angetriebene Kreiselpumpen und zwei Kolbenpumpen zur Verfügung. Die zwei Kolbenpumpen werden mit der Wasserkraft der zum Itzelberger See angestauten Brenz über ein Vorgelege direkt von einer Voith- Francis- Turbine (68 PS) angetrieben.

Mit den Pumpen werden Förderhöhen bis 220 Meter überwunden. Die Förderleistung in Itzelberg beträgt ca. 180 Liter pro Sekunde. Zone I Härtsfeld in Druckleitung Durchmesser 250 Millimeter auf 175 Meter Höhe, Zone II Albuch in Druckleitung Durchmesser 200 Millimeter auf 220 Meter Höhe, Zone III Königsbronn in Druckleitung Durchmesser 200 Millimeter auf 67 Meter Höhe. Das Wasser wird in die insgesamt 420 Kilometer langen Druck- und Fallleitungen eingespeist, die unter der Erde verlegt sind. Von Itzelberg aus werden Hochbehälter mit ca. 8.000 cbm Inhalt und zwei Wassertürme mit zusammen 450 cbm Inhalt gefüllt. Die tägliche Förderleistung in Itzelberg beträgt im Durchschnitt ca. 3.450 cbm. Die höchste Tagesförderung betrug bisher 5.150 cbm.

Zu den Druck- und Fallleitungen des Zweckverbandes kommen innerhalb der versorgten Gemeinden noch ca. 300 Kilometer Ortsrohrleitungen. Im Jahr 1977 wurde das Wasserwerk Neresheim gebaut. Damit verfügt der Verband jetzt über zwei Pumpstationen. In Notsituationen kann das ganze Verbandsgebiet einschließlich des oberen Brenztals und des Albuchs von Neresheim aus mit Wasser versorgt werden und darüber hinaus besteht ein Notanschluss an die Fernwasserleitung der LW (Landeswasserversorgung).